Kinshasa News April 2018

 

 

 

Liebe Spenderinnen und Spender und alle Freunde von Wiehl-hilft,

nach monatelangen Kämpfen ist es etwas ruhiger in der Region Kasai geworden und die Flüchtlinge kehren langsam aus den anliegenden Regionen in ihre Heimat zurück.
Leider sind viele der Kinder unterernährt und traumatisiert, Elfriede und Arnelle haben sich auf den Weg gemacht, um zusätzliche Kindertafeln zu eröffnen.

Hier der kurze Bericht von Elfriede, den wir gestern mit einigen Fotos erhielten:

Liebe Kerstin

Kurz zur allgemeinen Lage

Nach wie vor ist der Kasai nicht befriedet. Die Menschen die nach Angola geflohen sind, sind bzw. kommen wieder langsam zurück. Allerdings haben sie alle Angst in ihre Dörfer zurückzukehren, teils sind diese eh abgefackelt , geplündert, aber auf den Straßen und in den Dörfern kommt es immer wieder zu Attacken und so haben sich Tausende in Tshikapa niedergelassen. Lagern in Kirchen, öffentlichen Gebäuden und sind auf Hilfe angewiesen. Manche Familien wurden auch in private Häuser aufgenommen. Was halt nicht auf Dauer sein kann, die Lebensmittelpreise sind eh ums dreifache höher als in Kinshasa. Es gibt viele Waisen, Halbwaisen und Unterernährung. Ein Jammer. In der Stadt selber ist es ruhig und man kann sich ganz normal bewegen. Die Einzelschicksale sind grausam und man sieht es den Kindern an, dass sie Schreckliches erlebt haben.

Die Gesundheitszentren sind die der protestantischen Kirche. CERS- Communauté évangélique Région Sankuru. Die Gemeinde kümmert sich um die Flüchtlinge, ist sehr aktiv und ist sehr froh, dass wir mit Moringa Kindertafeln angefangen haben. Im Grunde könnte man nochmals zwei eröffnen und es wäre immer noch Bedarf da.

Liebe Grüße

Elfriede“

Hier einige Bilder, die Elfriede mitschickte:

Schulung der neuen Helferinnen und Helfer

Messen, Wiegen und letztendlich auch die Zubereitung des Breis muss sitzen und schnell umgesetzt werden. Hier ist unverzügliche Hilfe von Nöten.


Wir haben soeben zwei weitere Einrichtungen mit Israel beschlossen.

Wir hoffen, dass wir viele Kinder erreichen können und mindestens genauso vielen Erwachsenen das Wissen um Moringa als essentielles Nahrungsmittel näherbringen werden.

Wir sind ständig bemüht einen nachhaltigen und ganzheitlichen Ansatz in der Entwicklungshilfe zu verfolgen und diesen ständig zu verbessern. Nicht die Abhängigkeit ist unser Ziel, sondern die Selbstbestimmtheit mit Professionalität und Effizienz zu fördern.

Am 23.07. fliegen wir wieder in den Kongo. Aus Gründen politischer Unsicherheiten, wegen der derzeitigen Übergangsregierung, möchten wir davon Abstand nehmen die Mitreise anzubieten. Wir bitten aus Sicherheitsgründen um Euer Verständnis, da wir Euch nicht unnötigen Gefahren aussetzen möchten.

Herzlichen Dank an Euch und Eure treue Unterstützung

Im Namen des gesamten Wiehl-hilft Vorstandes

Eure
Kerstin