Defender

Ein Jeep für die Kindertafel
Dienstag, 15. Februar 2011

Endlich ist es soweit, nach monatelangem Reparatur und Aufarbeitungseinsatz wurde der Jeep in den Kongo geschickt. Eine Reparaturcrew hat in den letzten Monaten jede Minute Freizeit und Urlaubstage in die Instandsetzung eines betagten Jeeps gesteckt, um ihn letztendlich fast wie neu seiner Bestimmung für die Kinder im Kongo zu übergeben. Der Jeep ist im Kongo angekommen und konnte nach nur einer Woche aus dem Zoll geholt werden. Alle Beteiligten sind froh, dass er jetzt seiner Bestimmung zugeführt werden kann. Das Fahrzeug befindet sich jetzt in den Händen des Tochtervereins „OKI“ (ökumenische Kindertafel-Initiative DR Kongo) von Wiehl-Hilft. Dort wird es lebenswichtige Fahrten, mit Agrarerzeugnissen, zwischen der von Wiehl-Hilft unterstützen Farm und den Kindertafeln übernehmen. Dies bringt eine große Unabhängigkeit gegenüber den ständigen Preisschwankungen importierter Lebensmittel, die im Februar sogar bis zu 50 Prozent ausmachte. Angemessene und einigermaßen stabile Preise können zurzeit nur bei Produkten aus eigener Erzeugung gewährleistet werden. Wie wichtig die Beschaffung der Lebensmittel, besonders auch der Moringapflanzen ist, verdeutlichen immer wieder die lebensgefährlich unterernährten Kinder die Wiehl-Hilft in den Kindertafeln ernährt. Die Tafeln sind momentan bis zum letzten Platz belegt.

Unaussprechliches Elend beherrscht dort den Alltag und jede Hilfe ist überlebenswichtig.
Besondere Anerkennung neben den fleißigen Handwerkern gebührt auch einigen oberbergischen Firmen, die sich spontan bereiterklärten nicht nur finanziell zu helfen, sondern auch einige Reparaturleistungen übernahmen.

Der Defender ist in Kinshasa
Montag, 28.Februar 2011
Nachdem der Defender mit etwas Verspätung am 22.02. mit dem Frachtschiff „Chopin“ ausgelaufen war, kam er am 07.02. in Boma (ca 370 km westlich von Kinshasa) der früheren Hauptstadt und jetzigen Hafenstadt der Demokratischen Republik Kongo an.
Zeitgleich machten sich Israel Lofalanga und Jean Lofalanga auf den Weg nach Boma, um die Verzollung vorzunehmen und um das Fahrzeug im Namen des Tochtervereins von Wiehl-Hilft e.V., „OKI“ registrieren zu lassen. Eine Menge Einfuhrdokumente mussten erstellt werden. Nach einer Woche war alles ohne Komplikationen erledigt und das Auto konnte aus dem Zollsicherheitsbereich in Empfang genommen werden.
Lediglich eine Beule am Kotflügel hat der Defender davongetragen. Es ist wahrscheinlich bei der Entladung des Fahrzeugs passiert. Leider ist das Autoradio abhandengekommen. Hat jemand eventuell noch eins, welches wir im April mitnehmen können?

Die Übernahme des Fahrzeugs aus dem Zoll

Unsere Europa und Deutschlandflaggen werden aufgeklebt.Auf der Rückfahrt mit neuem Nummernschild

Israel Lofalanga hoch konzentriert bei der Rückfahrt

Jean Lofalanga und Fahrer zum Abwechseln auf der Rückfahrt- hier sieht man die Beule am Kotflügel

Eine gut ausgebaute Straße, die N1 zwischen Boma und Kinshasa